Textilien -

Studie zu Verschwendung Voller Kleiderschrank der Deutschen: Großteil der Bekleidung wird nicht getragen

Wie viel von Ihrer Bekleidung nutzen Sie tatsächlich? Wahrscheinlich weniger als Sie denken. Das legt eine aktuelle Studie nahe, die Verschwendung im Konsumbereich aufzeigen soll. Die Deutschen tragen demnach nur 36 Prozent der Bekleidung in ihren Schränken - weit entfernt von der eigenen Einschätzung.

Die Umzugsexperten von Movinga haben eine Studie über die kollektive, gesellschaftliche Selbsttäuschung in Bezug auf das Horten und Verschwenden veröffentlicht. Als Teil einer größeren Studie über Umzugstrends, die später in diesem Jahr veröffentlicht werden soll, führte Movinga eine Umfrage unter 18.000 Haushaltsvorständen in 20 Ländern durch, welche die individuelle Wahrnehmung des eigenen Besitzes mit den tatsächlich genutzten Dingen abgleicht.

Die Studie soll den Grad der kognitiven Dissonanz ermitteln, in dem wir uns eingerichtet haben. Die Ergebnisse zeigen, dass Individuen nicht in der Lage sind, den eigenen Anteil an den globalen Problemen in puncto übermäßiger Konsum und Abfallerzeugung wahrzunehmen. Movinga hofft eigenen Angaben zufolge, dass diese Studie das Bewusstsein schärfen und eine Diskussion darüber anregen kann, wie wir unseren Teil dazu beitragen können.

"Bei Movinga setzen wir uns persönlich dafür ein, den Umzugsprozess für unsere Kunden effektiver und stressfreier zu gestalten, nichtsdestotrotz werden wir uns zunehmend unserer Verantwortung gegenüber der Welt, in der wir leben, bewusst”, so Finn Age Hänsel, Geschäftsführer von Movinga . "Bei Ozeanen, die immer stärker von Plastik verschmutzt werden, und einer Fast Fashion-Industrie, die größer geworden ist als jemals zuvor, ist es an der Zeit, Menschen zu ermutigen, ernsthaft darüber nachzudenken, ob sie wirklich mehr brauchen."

Bei Movinga versuche man, seinen Teil beizutragen: "So sorgen wir beispielsweise dafür, dass jeden Monat mindestens 15 Prozent unserer Umzüge optimiert werden, um den gesamten CO2 -Ausstoß von Lkw auf der Straße zu reduzieren. Außerdem werden wir unseren Kunden bald die Möglichkeit bieten, das bei jedem Umzug entstandene CO2 zu kompensieren”, so Finn Age Hänsel.

Was wurde in den letzten 12 Monaten getragen, was nicht?

Methodik: Zunächst wurden 18.000 Haushaltsvorstände in 20 Ländern mit folgenden Fragen konfrontiert: Wie hoch ist der prozentuale Anteil an Sachen in Ihrem Kleiderschrank, der in den letzten 12 Monaten nicht getragen wurde? Wie hoch ist der prozentuale Anteil Ihrer Einkäufe, der im Mülleimer gelandet ist? Wie hoch ist der prozentuale Anteil an Dingen, die seit Ihrem letzten Umzug immer noch nicht benutzt worden sind? Anschließend wurden die Antworten mit Daten der Weltbank und anderer wissenschaftlicher Studien zu diesem Thema abgeglichen.

Die Studie ergab, dass Deutschland insgesamt auf Platz 14 rangiert mit einer durchschnittlichen Selbsttäuschung von 18,13 %. In Bezug auf die Anzahl der getragenen Kleidungsstücke wurde eine durchschnittliche Selbsttäuschung von 32 %, bei der Verschwendung von Nahrungsmitteln eine durchschnittliche Selbsttäuschung von 6 % und bei den Dingen, die nach einem Umzug ungenutzt blieben, eine durchschnittliche Selbsttäuschung von 16 % festgestellt. Tatsächlich ziehen die Deutschen nur 32 Prozent der Klamotten in ihrem Schrank an.

Bei der Bekleidung liegen die Belgier mit einer Selbsttäuschung von 62 % auf Platz 1. Auch andere Nachbarländer von Deutschland schätzen falsch ein, welchen Anteil der Klamotten in ihrem Kleiderschrank sie in den letzten zwölf Monaten getragen haben. Einige Ergebnisse der Studie zeigt die folgende Tabelle:

Wie viel Prozent der Kleidung in Ihrem Schrank wurde in den letzten 12 Monaten nicht getragen?
Angegebener Wert Recherchierter Wert Täuschung
Deutschland 32 % 64 % 32 %
Österreich 39 % 65 % 26 %
Belgien 26 % 88 % 62 %
Niederlande 38 % 71 % 33 %

Den kompletten Datensatz finden Sie hier: www.movinga.de/studie/verschwenderische-welt-taeuschung-realitaet

Argument für professionelle Textilreinigung

Ein Argument auch für die professionelle Textilpflege: Statt massenhaft Textilien im übervollen Kleiderschrank zu haben, die man sowieso nicht anzieht, lieber ausgewählte und wenige Teile kaufen - und diese dafür pfleglich behandeln bzw. eben behandeln lassen. Der Textilreiniger kann hier für eine lange Lebensdauer der Lieblingsstücke sorgen.

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