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Geschäftsklima Textilpflegebranche: Positivere Stimmung unter Vorbehalt

Wie steht es um die Textilpflegebranche? Diese Frage beantwortet eine Umfrage des Deutschen Textilreinigungs-Verbands (DTV) zum Geschäftsklima. Zwei Mal im Jahr erhebt der Verband die Daten. Die erhobenen Daten liefern ein umfassendes Bild des Marktes.

Die jüngste Marktanalyse fällt angesichts der aktuellen Lage positiv aus. Die Erhebung startete jedoch schon vor dem Ukrainekrieg. Die jüngsten Entwicklungen bei den Energiepreisen spiegeln sich demnach nur teilweise in den Umfrageergebnissen wider.

Stimmung deutlich optimistischer

Im Vergleich zu den ersten beiden Pandemiejahren ist die Gesamtstimmung in der Branche deutlich optimistischer geworden. Schätzten noch vor zwei Jahren 93 Prozent der Unternehmen die Umsatzentwicklung als schlecht oder eher negativ ein, so sind es aktuell nur noch 62 Prozent. Der steigende Kostendruck und die bestehende Coronapandemie trüben die Aussichten für das 1. Halbjahr 2022: Nur 15 Prozent der Unternehmen schätzen die Gewinnentwicklung positiv ein.

Aber: Lage schlechter als vor der Pandemie

Bereits ohne diese jüngsten Entwicklungen rund um Gas- und Energiepreise beobachtet der DTV, dass die Stimmungslage schlechter ist als vor der Pandemie. So bezeichnete im zweiten Halbjahr 2019 nur einer von fünf (19 Prozent) die Umsatzentwicklung als leicht negativ oder schlecht. Zu Beginn der Pandemie gaben das mehr als 90 Prozent der Betriebe an. Inzwischen sehen 50 bis 65 Prozent der Unternehmer ihre Umsatzentwicklung als schlecht oder leicht negativ. Ähnlich fallen die Werte in Bezug auf die Gewinnentwicklung und die Betriebsauslastung aus.

Unternehmensprognose 1. Halbjahr 2022

Wäschereien bewerten Zukunft positiver

Am besten bewerten Wäschereien ihre Lage. So sehen 28 Prozent sich in einer guten oder sehr guten Lage. Betriebe, die ausschließlich Textilreinigung anbieten, bewerten ihre Lage hingegen deutlich pessimistischer. Mischbetriebe finden sich zwischen beiden Lagern etwa in der Mitte; 23 Prozent rechnen damit, dass sich ihre Umsätze gut oder sehr gut entwickeln.

Die Mitarbeiterentwicklung schätzen nur noch 40 Prozent der Befragten als leicht negativ oder schlecht ein. Allerdings haben laut der Umfrage 80 Prozent der Betriebe Schwierigkeiten, Fachkräfte bzw. Personal zu finden.

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